Drohnen retten Rehkitze

Wie Wärmebilddrohnen in Südtirol jedes Jahr hunderte Jungtiere vor dem Mähtod bewahren

Ein einstimmiger Beschluss des Südtiroler Landtags rückt eine Technologie ins Rampenlicht, die wir beim Drohnenring Südtirol
täglich einsetzen: die Wärmebilddrohne. Was in der Landwirtschaft für Präzision und Effizienz steht, rettet jedes Jahr
hunderte Tierleben – und der Südtiroler Landtag hat nun den Weg für eine flächendeckende Umsetzung geebnet.

Der Beschluss: Südtirol macht ernst

Wie die Tageszeitung am 14. März 2026 berichtete, hat der Südtiroler Landtag einen Antrag von Andreas Colli einstimmig
angenommen. Unter dem Titel „Gemeinsam gegen den Mähtod – Kitzrettung in ganz Südtirol in allen Revieren“ wurde die
Landesregierung aufgefordert, die Finanzierung von Wärmebilddrohnen und anderen effizienten Kitzrettungstechnologien zu
unterstützen. Das Ergebnis war eindeutig: 26 Stimmen, 26 Ja-Stimmen.

Das Problem: Versteckt im hohen Gras

Rehkitze haben einen natürlichen Schutzinstinkt – sie ducken sich bei Gefahr in hohes Gras und bleiben reglos liegen. Zwischen
Mai und Juni, wenn die Wiesen gemäht werden, wird genau dieses Verhalten ihnen zum Verhängnis. Moderne Landmaschinen haben
keine Chance, die gut getarnten Jungtiere rechtzeitig zu erkennen. Das Ergebnis ist fatal – auch für die Landwirte, denn
verunreinigtes Erntegut gefährdet Nutztiere.

Die Lösung: Wärmebilddrohne im Einsatz

Hier kommt die Drohnentechnologie ins Spiel. Eine Wärmebilddrohne erkennt die Körperwärme der Kitze zuverlässig, noch bevor
der Mäher das Feld betritt. Die Zahlen sprechen für sich:

  • 2024 beteiligten sich 100 Jagdreviere aktiv an der Kitzrettung
  • Über 1.580 Rehkitze wurden mithilfe von Wärmebildtechnologie gerettet
  • Dennoch ist die flächendeckende Umsetzung bisher an den Anschaffungs- und Schulungskosten gescheitert

Genau hier setzt der neue Landtagsbeschluss an. Künftig soll die Finanzierung von Drohnen auch indirekt über die Jagdvereine
ermöglicht werden – eine wichtige Weichenstellung, die den Zugang zu dieser Technologie deutlich erleichtern wird.

Vernetzung als Schlüssel

Im Landtag wurden weitere wegweisende Ideen eingebracht: Abgeordneter Bernhard Zimmerhofer schlug eine Koordination mit
bestehenden Einsatzkräften vor, Franz Ploner regte eine tirolweite Plattform zum Drohnen-Sharing zwischen Privatbesitzern an.
Landesrat Luis Walcher bestätigte, dass erste Drohnen bereits durch private Unterstützung angeschafft wurden und die neuen
Regelungen nun den nächsten Schritt ermöglichen.

Technologie mit Verantwortung

Beim Drohnenring Südtirol freuen wir uns über jeden Einsatz unserer Drohnen – egal ob in der Landwirtschaft, im Weinbau oder
eben beim Tierschutz. Dieser Beschluss zeigt einmal mehr: Drohnentechnologie ist kein Selbstzweck. Sie schützt Leben, schont
Ressourcen und verbindet Naturschutz mit modernster Innovation.

Haben Sie Interesse an einer Wärmebilddrohne für Ihren Betrieb oder Ihr Revier? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches
Gespräch – wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten!

continue reading

Related Posts